Kranichinsel

Station 5

Kaum ein anderes Tier wird so mit unseren Deutungen, Hoffnungen und Sehnsüchten beladen wie der Kranich. Die langen Ketten und Keile seiner Flugformationen zur Zugzeit, die mitreißenden nächtlichen Rufe über der Stadt, die unglaublichen Balztänze, seine elegante Gestalt und nicht zuletzt die Wiederzunahme des europäischen Grauen Kranichs nach Jahrzehnten der Seltenheit machen ihn zum Sympathieträger ohne gleichen. 15 Arten zählt die Kranichfamilie weltweit, und wo immer sie vorkommen, sind sie als Symbole des Glücks und der Hoffnung, des langen Lebens, der Wachsamkeit und Klugheit tief im Volksglauben verankert. Jungfernkranich und der stattliche Weißnackenkranich sind im Röhrenseepark zu sehen. »Wenn die Kraniche ziehen« (so der Titel eines berühmten russischen Spielfilms aus dem Jahr 1957), tun sie das über weite, manchmal Tausende von Kilometern weite Strecken zwischen Brut- und Wintergebiet und bis in Flughöhen von 10 000 Metern. Der Kranichzug in markanter V-Formation ist die optimale Anordnung verschieden leistungsfähiger Tiere. Der Flügelschlag der vorderen Vögel sorgt für kleine Aufwinde bei den nachfliegenden schwächeren.

Weißnackenkranich

Der Weltbestand des Weißnackenkranichs wird auf nur noch rund 5000 Vögel geschätzt, in der Roten Liste wird er als gefährdet geführt. Der Tierpark Röhrensee beteiligt sich am Europäi­schen Erhaltungszuchtprogramm, das vom Zoo Leipzig koordiniert wird und aus dessen Nach­zucht auch unsere Vögel stammen.

Jungfernkranich

Der Jungfernkranich ist der kleinste Vertreter der Kranichfamilie. Er ist ein Vogel der Steppen, Savannen, Wüsten und Halbwüsten. Auf ihren Wanderungen ins indische Winter­quartier überqueren viele von ihnen den Himalaya-Hauptkamm und fliegen dabei in über 8000 m Höhe – der Reiseflughöhe eines Passagierflug­zeugs.

Jungfernkraniche
Tanzende Mandschurenkraniche
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4-Flamingos
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