Nachwuchs im Tierpark

Nachwuchs bei den seltensten Enten

Einen erfreulichen Zuchterfolg hat der Tierpark Röhrensee in Bayreuth zu vermelden. Anfang Juni schlüpften sechs junge Laysan-Enten aus ihren Eiern und werden seitdem von der Mutter fürsorglich betreut. Die Kleinen erfreuen sich bester Gesundheit und wachsen schon zügig heran. Die etwas unscheinbare Laysan-Ente ist eine der seltensten Entenarten der Erde. Ihre natürliche Heimat ist die nur rund vier Quadratkilometer große, unbewohnte Vulkaninsel  Laysan in der nordwestlichen Hawaii-Inselgruppe. Die Vogelart wurde dort Anfang des 20. Jahrhunderts stark dezimiert, so dass 1912 nur noch sieben Tiere lebten, 1930 war es nur noch ein einziges Weibchen. Durch intensive Bemühungen um die Zucht konnte die Laysan-Ente gerade noch rechtzeitig vor dem Aussterben gerettet werden. Inzwischen leben wieder mehrere Hundert Individuen dieser Entenart in menschlicher Obhut und auf Laysan. Das für den Tierpark zuständige Stadtgartenamt erhielt im vergangenen Jahr ein Paar Laysan-Enten aus dem Zoologisch-Botanischen Garten der Stadt Pilsen zur Zucht. Mit Erfolg, wie man sieht.

Während die jungen Laysan-Enten schnell gewachsen sind, bereichern bereits weitere Nachzuchten den Tierpark. Nach jahrelanger Pause ist die Brut eines Nandu-Hahns erfolgreich gewesen. 10 junge Nandus trainieren ihre Laufmuskulatur im großen Freigehege mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der Hahn bleibt wachsam und beschützt seine Nachkommen agressiv. Vom wochenlange Brüten über das Wärmen, Führen und Beschützen der Jungen ist die Brutfürsorge bei dieser Vogelart ausschließlich den männlichen Tieren vorbehalten.

Beide Geschlechter beteiligen sich um Brut und Aufzucht der jungen Flamingos. Am Röhrensee ist wieder Nachwuchs bei den Rosaflamingos zu vermelden. Während die übrige Herde am Flamingoweiher badet, bleiben die Elternvögel mit zusammen zwei Jungen geschützt im Haus zurück.

Weitere Entdeckungen können sie in der Ibis-Voliere gegenüber machen. Schwarze Jungvögel werden in den Nestern der Roten Sichler gefüttert und ein Kuhreiher brütet noch. Entdecken Sie auch Nachwuchs bei den Pfauen, Hirschen, den Temminck-Tragopanen, dem Mandschurischen Ringfasan und natürlich bei unseren Kängurus

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